Neubau

Perspektive

Nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Wettbewerbsaufgabe

Aufgabenstellung ist die Erarbeitung eines Entwurfskonzeptes für den Neubau der Grundschule „Präsident-Mohr-Schule“ unter Einbeziehung von zwei historischen Schulhäusern.

Ziel des Wettbewerbs ist es, eine Entwurfslösung für das zu planende Schulgebäude mit Sporthalle, Mensa und Tiefgarage sowie die Außenanlage mit sehr guten gestalterischen und funktionalen Qualitäten zu finden.

Preis

Am 23.09.2021 erhielten wir in Bewerbergemeinschaft mit TOPOS-Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin, vom Preisgericht den 2. Preis.

Ansicht

Auszug aus den Erläuterungen

„Das städtebauliche Konzept gliedert die Schule in drei gleichwertige neue Häuser sowie die beiden freigestellten Altbauten aus dem 19. Jahrhundert. Eine Verdrehung der Baukörper zu den Bestandsgebäuden bewirkt eine lebendige Verzahnung mit den Altbauten und lässt ein vielfältiges Wechselspiel aus Volumen und Freiräumen entstehen. Ziel des Entwurfs sind einfache und klar strukturierte Schulgebäude, die zusammen mit dem Bestand einen Campuscharakter entwickeln. Ein Ensemble von Alt und Neu, mit hoher städtebaulicher und stadträumlicher Qualität. Ein großzügiger Platz in der Mitte der Schulanlage bildet das „Herz“ des Campus und dient zugleich als Verteiler. Von hier werden alle Häuser innerhalb des Schulcampus erschlossen.

Eine Aufteilung der Schule in einzelne Häuser ermöglicht den Schülern eine einfache Orientierung in der Schule und schafft eine Identifikation mit dem eigenen Schulhaus. In diesem „Schul-Zuhause“ verbringen die Schüler den Großteil des Tages als familiäre Einheit. Durch den überwiegenden Aufenthalt der Schüler im eigenen Schul-Zuhause kann auf eine Verbindung der Gebäude zugunsten eines offenen Städtebaus verzichtet werden. Großzügig überdachte Eingänge und kurze Wege zwischen den Gebäuden gewährleisten auch bei schlechtem Wetter ein sicheres und bequemes durchqueren des Campus.

Der neue Quartiersplatz bildet das Zentrum des Ortsteils und dient zugleich als Zugang auf das Schulgelände. Mit Blick auf die Alt- und Neubauten der Schule gleichermaßen lädt er zum Verweilen ein. Grüninseln mit Bäumen bieten gemütliche Sitzmöglichkeiten und lassen dennoch Platz für kleine Veranstaltungen und Märkte. Als lebendiger Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität kommt er dem gesamten Quartier zugute.“

Lageplan

Auszug aus den Erläuterungen

„Die Schulgebäude werden in klare Funktionseinheiten gegliedert. Der nördliche Baukörper beinhaltet den Mensa- und Ganztagsbereich sowie die Sporthalle und dient mit seinem großzügigen Eingangsbereich im Erdgeschoss als Gemeinschaftshaus. Durch seine Positionierung am Quartiersplatz ist eine gute Erreichbarkeit für Eltern sowie Sportler gewährleistet, bei einer gleichzeitigen Trennung zu den schulinternen Bereichen.

Dort befindet sich auch der zentrale Zugang zur Tiefgarage. Bei Feiern und Veranstaltungen in der Sporthalle kann der Quartiersplatz auch als Außenfoyer mit einbezogen werden. Der zentral gelegene Mehrzweckraum im Erdgeschoss kann mittels einer Trennwand je nach Bedarf mit dem Speisesaal zusammengeschaltet werden und als offener Bereich für vielfältige Anwendungen genutzt werden.

Die beiden südlichen Schulhäuser im Innenbereich des Campus fungieren als familiäre Einheiten, was die Identifikation und Bindung der Schüler mit  ihrem eigenen Schul-Zuhause intensiviert. Dabei kennzeichnen lebendige Raumlandschaften die Jahrgangscluster der Präsident-Mohr-Schule. Flurwände mit wechselseitigen Nischen bieten Raum für Funktionen in den Klassenräumen sowie Garderoben und Sitznischen als zusätzliche Ausstattung der Erschließungsbereiche. Transparenz und Durchlässigkeit ermöglichen ein offenes Miteinander und individuelles Lernen.

Flurflächen als offen gestaltete Lernzonen und Aktionsflächen bilden den Mittelpunkt des Clusters und lassen sich flexibel an die speziellen Anforderungen der einzelnen Jahrgangsstufen anpassen. Eine Erweiterungsmöglichkeit zum angrenzenden Differenzierungsraum erlaubt eine vielfältige Raumkonfiguration und gibt den Schülern die Möglichkeit, sich auszuleben und auszuprobieren. Sowohl in der Lernzone als auch in den Klassenräumen können verschiedene Bereiche für Kleingruppenarbeit, differenziertes und selbstständiges Lernen sowie Ruheecken flexibel ausgebildet werden.“

Wettbewerb 2021: 2. Preis

Ausloberin: Stadt Ingelheim am Rhein

Mitarbeit: Martina Sauerer, Theresa Mörz

Freianlagenplanung: TOPOS-Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin

Konzept
Konzept