Ausbildungseinrichtung der Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr

Flur Lehrsaalgebäude

Um die Aufgaben einer bundesweit zentralen Ausbildungseinrichtung mit Lehrsaal- und Funktionsbereichen wahrnehmen zu können, wurde ein Neubau für den Lehrbetrieb und zur Unterbringung von Verwaltungseinheiten erforderlich.

Die Führungsunterstützungsschule der Bundeswehr wurde mit ihren wesentlichen Teilen in der seit 1959 bestehenden General-Fellgiebel-Kaserne Pöcking, Landkreis Starnberg, zusammengeführt. Dort werden die im Fernmeldedienst bzw. im IT-Bereich tätigen Angehörigen des Heeres, der Luftwaffe und der Marine gemeinsam ausgebildet.

Innenhof Lehrsaalgebäude

Unser Entwurf übernimmt die städtebauliche Grundkonzeption des Masterplans, die neuen Funktionen in klaren, solitären Gebäudevolumen als Herz der Kaserne zu organisieren, entwickelt aber funktionale Anforderungen und Erscheinungsbild auf eigene Weise.

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Dienst- und Schulungsräume werden in zwei eigenständigen, miteinander verschränkten Gebäuderingen ablesbar angeordnet. Das plastische Erscheinungsbild eines drei- und eines viergeschossigen Baukörpers schafft einen zeichenhaften Charakter und bezieht sich gebäudetypologisch mit seinen vorgesetzten Betonelementen auf die bereits neu gestalteten Zwischenbauten mit Schulungsräumen.

Ansicht

Die kräftige Gebäudestruktur vermittelt ein ruhiges und ein einheitliches Erscheinungsbild. Unterschiedliche Anforderungen an die Fassade – entsprechen der jeweiligen Nutzung (Gliederung, geschlossener bzw. offener Anteil) – können dem gesamten Ausdruck untergeordnet, selbstverständlich eingebracht werden. Zudem wird eine Verschattung und einfache Reinigung der Fassade gewährleistet.

Ein fußläufiger innerer Ring ergänzt das Wegenetz der Kaserne, stärkt die zentrale Stellung des Neubaus und schafft selbstverständliche Zugänglichkeit aus allen Richtungen.

Neubau in der General-Fellgiebel-Kaserne bei laufendem Betrieb mit Sanierung, Umbau und Erweiterung von Gebäude G10 zum Ausstellungsgebäude
2012-2020

Auftraggeberin: Bundesrepublik Deutschland, Bundeswehr vertreten durch Staatliches Bauamt Weilheim

Teamleitung: Markus Pfreundtner

Projektleitung: Jochen Schwind

Mitarbeit: Sally Alejos, Maria Eisenreich, Judith Laus, Birgit Suabedissen

Kunst am Bau: Rolf Poellet, Frankfurt am Main (Spiegeltreppe) / Jenny Rempel & Michael Krenz (Morsecode Außenanlagen)

Videopräsentation: Orla Connolly und Jens Weber, München

Fotografie: Jens Weber, München

BGF: 30.083 m²
BRI: 104.012,94 m³

Treppenraum
Vogelperspektive
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