Generalsanierung, Umbau und Erweiterung der denkmalgeschützten Justizvollzugsanstalt
Die Baumaßnahme der Generalsanierung, Umbau und Erweiterung der Justizvollzugsanstalt Regensburg wird in zwei Bauabschnitten durchgeführt. Der 1. Bauabschnitts wurde 2021 abgeschlossen. Bestandteil der Maßnahmen im Rahmen des 1. Bauabschnitts waren der Neubau eines Betriebsgebäudes mit Küche, Mitarbeiterkantine, Werkstätten und Arbeitsbetrieben sowie eines Teils der Außenmauer. Weiterhin wurde eine neue Torwache errichtet, die über einen Tunnel mit dem Bestand verbunden wurde.
Ein neuer Haftriegel, der sog. Westbau, wurde westlich an das H-förmige, denkmalgeschützte Bestandsgebäude angebaut. Im zweiten Teil des 1. Bauabschnittes wurde der denkmalgeschützte Südflügel des Bestands saniert.
Der zweite Bauabschnitt sieht den Bau des Ostflügels mit zusätzlichen Haftplätzen und Veranstaltungsräumen sowie die Sanierung des Nordflügels und des Mittelbaus vor.
Der Betrieb der Justizvollzugsanstalt wird während der Baumaßnahme weitergeführt.
Mit dem Umbau und der Sanierung des denkmalgeschützten Südbaus wurde der erste Bauabschnitt der „Erweiterung, Umbau und Instandsetzung JVA Regensburg“ abgeschlossen. Teil des Projektes war auch die Erweiterung der JVA durch die Neubauten eines Betriebsgebäudes, einer Torwache und des Westflügels. Der Betrieb der Justizvollzugsanstalt wurde während der gesamten Baumaßnahme fortgeführt.
Zu den Maßnahmen hinsichtlich des Südflügels gehörten insbesondere die denkmalgerechte Sanierung von Fassade und Dach, sowie ein abschnittsweiser Austausch der Decken. Ein Abbruch und Neubau des Treppenhauses war aus brandschutztechnischen Gründen notwendig. Der Dachstuhl wurde nicht nur weitestgehend erhalten, sondern mitunter in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die Instandsetzung und Farbgestaltung der Fassade erfolgte in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Prämisse war auch hier eine größtmögliche Erhaltung des Bestandszustandes. Eine Besonderheit im Gebäude ist auch das Tonpflaster im Erdgeschoss, das wenn nötig, behutsam mit andernorts ausgebautem, original Tonpflaster ersetzt wurde.
Ein Teil des Dachstuhls wurde zu einem Mehrzweckraum für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen ausgebaut. Hier wurden Teile der Dachkonstruktion freigelegt, die nun für die besondere Atmosphäre des Raums sorgen.
Der Südbau dient als reines Haftgebäude, das für 87 Haftplätze ausgelegt ist.
2008-2021
Auftraggeber: Freistaat Bayern vertreten durch Staatliches Bauamt Regensburg
Projektleitung Erweiterungsneubauten: Almut Bodmann, Robert Jany
Projektleitung Sanierung und Umbau Südbau: Daniel Jakovetić, Robert Geist
Fotografie Erweiterungsneutbauten: Martin Duckek, Ulm
Fotografie Sanierung und Umbau Südbau: Stefan Hanke, Sinzing
Luftbild: Herbert Stolz, Regensburg
Visualisierung + Fotomontage: karlundp
Erweiterungsneubauten:
BGF: 11.513 m²
BRI: 42.921 m³
Sanierung und Umbau Südbau:
NF: 1.439,44 m²
BRI: 11.749,01 m²